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Finanzmarktkrise, Eurozonenkrise und die langfristige Entwicklung der Staatsverschuldung und ihre Ursachen

Ziel des Aufsatzes ist es, die Ursachen der in vielen Ländern seit 40 Jahren immer weiter steigenden Staatsverschuldung zu untersuchen. Es ist offensichtlich, dass das starke Wachstum der Staatsverschuldung nach der weltweiten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise ab dem Jahr 2008 vor allem auf die staatlichen Hilfspakete zur Bankenrettung zurückzuführen ist. Aber bereits vor 2008 betrug die Staatsverschuldung in Deutschland fast 70 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP), während sie bis zur Mitte der 1970er Jahre ziemlich konstant bei 20 Prozent des BIP lag.

Da auch in den meisten anderen entwickelten kapitalistischen Ländern seit Mitte der 1970er Jahre ein unaufhaltsamer Anstieg der Staatsverschuldung stattfand, liegt es nahe, nach einer systematischen Ursache zu suchen. Mein Ansatz ist, die Staatsverschuldung als Folge der Entwicklung der kapitalistischen Akkumulation zu begreifen. Es ist nicht meine Absicht, eine systematische Wirtschaftsgeschichte Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg zu schreiben, dazu gibt es Bücher wie die von Stephan Krüger ([1] und [2]), Ulrich Busch und Rainer Land ([3]), Werner Abelshauser ([4]) und anderen. Zur Klärung der Ursache der wachsenden Staatsverschuldung hat Rainer Roth in [5] einen ähnlichen Ansatz verfolgt wie dieser Aufsatz.


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